Festgeld anlegen - Angebote Festgeldkonto

Einführung / Grundlagen zum Thema Festgeld

Die Festgeldanlage hat in Deutschland innerhalb der letzten Jahre eine regelrechte Wandlung durchgemacht. War sie früher noch als konservatives, bisweilen sogar als etwas spießig angesehenes Anlagemodells verschrien, gewann sie insbesondere nach dem Platzen der New Economy Blase Anfang des neuen Jahrtausends wieder zunehmend an Ansehen und wird seither immer öfter abgeschlossen.

Sie haben noch keine Vorstellung davon, worum sich bei einer Festgeldanlage handelt? Dann folgt hier eine kurze Erklärung:
Bei der Festgeldanlage (oft auch als Festgeldkonto bezeichnet) handelt es sich grundsätzlich um ein Anlagekonto, auf dem ein bestimmter Kapitalbetrag für eine im Voraus bestimmte Zeit fest angelegt wird. Der Anleger hat also keine reguläre, vertraglich geregelte Möglichkeit, vor Ablauf dieser Anlagedauer wieder an sein Kapital zu kommen. Eine Ausnahme bildet dabei die vorzeitige Auflösung der kompletten Kapitalanlage, welche aber in der Regel nur mit finanziellen Verlusten für den Anleger möglich ist.

Nun fragt sich der eine oder andere Anleger sicherlich, warum er sein Geld auf eine solche unflexible Art und Weise anlegen sollte. Der Grund dafür ist einfach: Bei der Festgeldanlage kann der Anleger mit im Voraus festgelegten und garantierten Zinssätzen rechnen, er weiß also genau, wie viel Gewinn sein Kapital über die Anlagedauer abwirft. Die Zinssätze werden direkt bei Vertragsabschluss festgelegt und gelten dann für die gesamte Anlagedauer. Damit ist es mittels einer Festgeldanlage möglich, sich in Zeiten mit besonders guten Zinssätzen diese für einen relativ langen Zeitraum zu sichern. Wie hoch die Zinssätze zum momentan Zeitpunkt ausfallen, hängt von diversen Faktoren ab. Vorrangig ist hier die aktuelle Situation an den Finanzmärkten in aller Welt zu nennen. Aber auch länderspezifische, wirtschaftliche Faktoren sowie das Niveau der Leitzinsen der Zentralbanken spielen hier eine ausschlaggebende Rolle.

Bleibt die Frage nach der Anlagedauer. Hier genießt der Anleger eine große Flexibilität. Eine Festgeldanlage kann sowohl lediglich für einige wenige Wochen abgeschlossen werden als auch für eine Dauer von bis zu fünf oder gar sechs Jahren - je nach Anbieter beziehungsweise Kreditinstitut.

Den größten Nachteil einer Festgeldanlage hatten wir bereits genannt: Der Anbieter muss über die gesamte Laufzeit auf sein Kapital verzichten können. Betrachtet man sich die Festgeldanlage einmal etwas genauer, kommt noch ein weiterer Nachteil hinzu. Die momentan für die Festgeldanlage gewährten Zinssätze hängen bekanntlich direkt vom Zinsniveau an den internationalen Kapitalmärkten ab. Steigt dieses Zinsniveau während der Anlagedauer, könnte der Anleger wesentlich mehr Zinsen auf sein Kapital bekommen. In der Praxis bekommt er diese aber nicht, da sein Kapital in Form der Festgeldanlage für einen vorgegebenen Zeitraum zu einem festgelegten Zinssatz angelegt ist. Unter Umständen kann der Anleger also nicht alle möglichen Gewinne mitnehmen, die sich ihm in diesem Zeitraum bieten.

Für viele Anleger zählen jedoch diese Nachteile kaum. Für sie ist es wesentlich wichtiger, absolute Sicherheit in Bezug auf ihr angelegtes Kapital zu genießen und sich bereits im Vorfeld ausrechnen zu können, welchen Gewinn sie über die Laufzeit erwirtschaften.

Sind Sie nun neugierig geworden? Eine Festgeldanlage erhalten Sie mittlerweile bei fast jeder Bank in Deutschland und bei vielen ausländischen Kreditinstituten. Als Neukunde genießen Sie dabei in der Regel besondere Privilegien. Viele Kreditinstitute möchten neue Kunden gewinnen, indem sie diesen besonders günstige Konditionen bieten oder beispielsweise ein kostenloses Referenzkonto bei der Eröffnung eines Festgeldkontos spendieren. Mehr dazu an späterer Stelle.

Auf den nachfolgenden Seiten möchten wir Ihnen einen umfassenden Überblick über alle Details der Festgeldanlage geben und Ihnen so die Entscheidung für oder gegen diese Anlageform etwas erleichtern.