Die Sicherheit
Die Sicherheit
Die Festgeldanlage gilt heute als eine der sichersten Kapitalanlageformen überhaupt. Aus diesem Grund erfährt sie insbesondere in Zeiten wirtschaftlicher Instabilität regelmäßig deutliche Aufschwünge. Der Anleger erhält die schriftliche Bestätigung seines Kreditinstitutes über die vereinbarten Zinssätze, so dass er jederzeit die Zinserträge seiner Anlage im Voraus berechnen kann.
Da die Zeiten jedoch wirtschaftlich so instabil geworden sind, dass in der Vergangenheit zahlreiche Kreditinstitute insolvent wurden, fragen sich viele Anleger, was in diesem Fall mit ihrem Kapital passiert. Dazu einige grundlegende Informationen:
Falls Sie Ihr Festgeld bei einem Kreditinstitut anlegen, das seinen Sitz in Deutschland hat und die Anlagesumme nicht über 50.000 Euro liegt, ist Ihr Geld zu 100 Prozent abgesichert. Ab dem Jahr 2011 soll diese Grenze übrigens nochmals verdoppelt werden. In Europa hat sich außerdem eine Richtlinie durchgesetzt, nach der jedes Kreditinstitut innerhalb der EU verpflichtet ist, Kapitalanlagen bis zu einer Höhe von 20.000 Euro vollständig abzusichern. Viele ausländische Banken bieten jedoch ebenfalls höhere Einlagensicherungen an.
Doch auch für Anleger mit höheren Kapitalbeträgen gibt es in der Regel Entwarnung. Fast alle Kreditinstitute in Europa verfügen mittlerweile über eine zusätzliche, freiwillige Einlagensicherungen. Idealerweise sollte diese Einlagensicherungen die Höhe Ihres kompletten Anlagebetrages umfassen. Tun sie dies nicht, besteht zumindest ein theoretisches Risiko, im Falle einer Insolvenz des betreffenden Kreditinstitutes nicht den kompletten Anlagebetrag zurück zu erhalten.
Einen Sonderfall stellen außerdem die Privatbanken dar. Für diese gilt grundsätzlich nicht die deutsche Richtlinie der Einlagensicherung mit einer Höhe von mindestens 50.000 Euro. Privatbanken sind gesetzlich dazu verpflichtet, die Einlagen ihrer Kunden zu mindestens 30 Prozent abzusichern, jeweils bezogen auf das haftende Eigenkapital der Bank. Allerdings handelt es sich auch hierbei um die absolute Untergrenze. Viele Privatbanken bieten eine deutlich umfangreichere Einlagensicherung und nutzen dazu beispielsweise den Einlagensicherungsfonds des deutschen Bankwesens. Dadurch sind die Einlagen bei Privatbanken in der Regel sehr gut geschützt, so dass sich Anleger grundsätzlich keine Sorgen um ihr Kapital machen müssen, wenn sie nicht gerade Millionenbeträge anlegen. Auch Riestern bringt mehr Sicherheit.
Stellt sich noch die Frage, wie es sich mit der Einlagensicherung verhält, wenn Sie Ihr Kapital bei einem Kreditinstitut außerhalb der EU anlegen. Hierbei müssen Sie sich darüber im Klaren sein, dass die Sicherheit Ihres Kapitals mitunter deutlich geringer ausfällt. In anderen Ländern gelten ganz eigene Regeln zur Sicherung der Einlagen von Anlegern, mit denen Sie sich zunächst vertraut machen sollten, bevor Sie Ihr Geld dort anlegen.
Grundsätzlich sollten Sie bei der Anlage von Kapital im Ausland immer vorsichtig sein. Insbesondere, seitdem sich das Internet als Informationsmedium weltweit durchgesetzt hat, bieten unzählige ausländische Kreditinstitute Festgeldanlagen auch für deutsche Kunden an. Oft werden dabei besonders hohe Zinssätze, verbunden mit niedrigen Gebühren und geringen sonstigen Kosten für die Kontoführung versprochen. Doch Vorsicht: Einige ausländische Kreditinstitute versuchen dabei den Anleger zu blenden, indem sie beispielsweise lediglich im Kleingedruckten aufführen, dass zwar für die Kontoführung keine oder nur ganz geringe Kosten anfallen, für den Abschluss der Kapitalanlage allerdings um so höhere Gebühren beziehungsweise Nebenkosten zu zahlen sind. Hinzu kommen noch teils horrende Straf- oder Stornogebühren, für den Fall, dass Sie wider Erwarten die Kapitalanlage doch vorzeitig auflösen müssen. Jeder Anleger sollte sich also ganz genau mit den Bedingungen des jeweiligen Kreditinstitutes beschäftigen, bevor er sein Kapital im Ausland anlegt.