Sonderfall Bonusgeld

Sonderfall Bonusgeld

Das so genannte Bonusgeld ist grundsätzlich als Sonderform eine Festgeldanlage zu verstehen. Es zeichnet sich dadurch aus, dass der Anlagebetrag hierbei nicht - wie bei der normalen Festgeldanlage - in Form eines Einmalbetrags auf das Anlagekonto eingezahlt wird, sondern die Einzahlung in Form von monatlichen Ratenbeträgen erfolgt.

Die Form der Einzahlung der Kapitalbeträge wirkt sich natürlich auch auf die Zinszahlungen aus. Während bei einer normalen Festgeldanlage die Zinsen in gleichbleibenden Beträgen ausgezahlt werden, erfolgt die Auszahlung beim Bonusgeld nach einem festgelegten Staffelsystem. Über die Laufzeit und mit dem wachsenden Kapitalbetrag steigen die Zinssätze dabei immer weiter an. Eine übliche Staffelung bei einer solchen Bonusgeldanlage wäre beispielsweise, dass der Anleger im ersten Jahr zwischen ein und zwei Prozent Zinsen auf sein Kapital erhält. Im zweiten Jahr steigt der Zinssatz dann auf etwa zweieinhalb Prozent, während er sich im dritten Jahr der Kapitalanlage weiter auf circa drei bis vier Prozent erhöht. Mit zunehmender Laufzeit erhöhen sich also die Zinsbeträge immer weiter, bei den meisten Kreditinstituten allerdings nur bis zu einer festgelegten Grenze, welche dann den Deckel für die Zinsbeträge bildet.

Für welche Anleger ist das Bonusgeld nun interessant?

Grundsätzlich kommt das Bonusgeld für alle Anleger in Frage, die zwar gerne eine Festgeldanlage hätten, allerdings nicht über einen dementsprechend großen Einmalbetrag verfügen, den sie sofort in die Anlage einbringen könnten. Durch das Bonusgeld erhalten auch diese Anleger die Chance, eine sichere Kapitalanlage mit festgelegten Zinssätzen über eine im Voraus definierte Laufzeit anzulegen.

Doch es kommt noch ein weiterer, entscheidender Vorteil bei der Bonusgeldanlage hinzu: Das Kapital ist bei dieser Anlageform in der Regel weit weniger fest gebunden, als bei einer herkömmlichen Festgeldanlage. Durch die auf Raten verteilten Einzahlungen des Anlegers bieten die meisten Kreditinstitute diesem ebenso die Möglichkeit, sich gewisse Beträge aus der Anlage wieder auszahlen zu lassen. Bei vielen deutschen Banken ist es beispielsweise möglich, sich aus der Bonusgeldanlage bis zu 2.000 Euro pro Monat auszahlen zu lassen. Dabei sollte dem Anleger natürlich klar sein, dass mit jeder vorgenommenen Auszahlung die Gesamtsumme der Kapitalanlage sinkt und damit auch die Zinssätze entsprechend geringer ausfallen.

Eine solche Option zur vorzeitigen Auszahlung von Kapitalbeträgen sollte auch bei der Bonusgeldanlage nur im absoluten Notfall in Anspruch genommen werden. Wenn Sie sich nicht sicher sind, über die angepeilte Laufzeit auf Ihr Kapital vollständig verzichten zu können, ist eine Tagesgeldanlage höchstwahrscheinlich günstiger für Sie.